BINZ39




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Mark






Ein Grundprinzip der Stiftung ist, Freiraum für den künstlerischen Prozess anzubieten. Heute stehen 3170 m2 oder rund 10’000 m3 zur Verfügung. Die Stiftung BINZ39 hat sich primär mit der künstlerischen Bildsprache befasst, aber auch interdisziplinäre Arbeit zwischen den verschiedenen Kunstdisziplinen unterstützt. Versuche, eine Auseinandersetzung zwischen Kunst und Wissenschaft zu ermöglichen, sind ebenso ein Thema der Stiftung BINZ39.




Chronik 20 Jahre Stiftung BINZ39

(erzählt von Henry F.Levy)


1982


Die Suche nach geeigneten Flächen in Gewerbehäusern in Zürich gestaltet sich sehr schwierig. Die Liegenschaftsverwaltungen und Vermieter wollen keine Künstler*Innen im Haus. In dieser Zeit ist es mühsam, geeignete Flächen zu finden. Ich werde fündig bei Piller Immobilien. Rolf Piller ist Kunstliebhaber.


1983-1984


400 m2 werden gestaltet, und die ersten sieben Ateliers mit einem Ausstellungsraum von 100 m2 werden an der Binzstrasse 39, in 8045 Zurich, erstellt. Bei der ersten Sitzung mit den Künstler*Innen wird der Name BINZ39 einstimmig für die neue Atelierorganisation ausgewählt. Die in Zurich wohnenden Künstler*Innen bekommen die Ateliers fur zwei Jahre gratis und zahlen einen kleinen Beitrag für Ausstellungskosten, Reklame etc. Ein sehr grosses Atelier wird einer Gruppe von drei Künstler*Innen zur Verfügung gestellt. Die erste Ausstellung mit Lucia Coray und Damiano Gianoli ist ein grosser Erfolg. Viel Presse, viele Verkaufe und ein sehr neugieriges Publikum. Weitere Einzelausstellungen aller Stipendiaten sowie eine Gruppenausstellung finden statt. Wir mieten zusätzliche 380 m2 Fläche in der Räffelstrasse 25. Es entstehen weitere zehn Ateliers im 4. Stock. Wir mieten 400 m2 an der Siewerdtstrasse 73, in 8050 Ziirich, ein Experiment mit einem Grossatelier für sechs bis acht Künstler*Innen in einem Raum.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Domenico Angelica
Lucia Coray
Damiano Gianoli
Gerda Gosteli
Thomas Lüchinger
Henri Spaeti
Claudio Conte
Louise Schmid


1985 - 1986


Wir können 600 m2 am Sihlquai 133, in 8005 Zürich, mieten. Wir bauen um und ziehen von der Binzstrasse 39 ans Sihlquai 133. Die Ateliers an der Binzstrasse 39 bleiben bestehen, die Anzahl Ateliers wird erhöht und diese werden leicht vergünstigt an Künstler*Innen und Kunstgewerbler vermietet. Die wesentlich grösseren Räumlichkeiten am Sihlquai sind zentraler gelegen und ideal für Künstler*Innen und Besucher*Innen. Die zweite Gruppe von Künstler*Innen ist ausgewählt und hilft mit beim Bau der neuen Ateliers.
Der Ausstellungsbetrieb geht weiter mit Konzerten und anderen kulturellen Anlässen. Planung für den ersten internationalen Künstleraustausch mit den USA. Wir mieten ein Atelier im PS1, New York. Im Januar 1986 gründe ich die Galerie Emmerich-Baumann am Steinwiesplatz mit Margrit Baumann als Geschäftsführerin. Es soll eine internationale Spitzengalerie werden, die immer Doppelausstellungen mit einem jungen und einem etablierten Künstler, der schon einen weltweit bekannten Namen hat, macht. Wir eröffnen mit David Hockney und dem 26-jährigen Thomas Virnich. Ich stelle der neuen Kunsthalle Zürich, die noch kein Lokal hat, vor unserer Eröffnung die Räumlichkeiten gratis zur Verfügung. Bernhard Mendes Bürgi ist der Kurator dieser Ausstellung. 

Künstler*Innen an der BINZ39:

Olivia Etter
Hans-Peter Kistler
Valentin Lustig
Paul Rummé
Eva Stirmlin
Daniel Zimmermann
Franziska Zumbach


1987 — 1988


Der erste amerikanische Künstler, Terry Adkins, kommt für zwölf Monate nach Zürich ans Sihlquai, gefolgt von Joseph Egan. Henri Spaeti reist für zwölf Monate nach New York ins Atelier im PS1, gefolgt von Cécile Wick. Der erste spanische Künstler, Enrique Vega, kommt für sechs Monate nach Zürich, Eva Stürmlin geht für sechs Monate nach Madrid. Dieser Austausch wird mit der Galerie Edurno in Madrid organisiert. Wir sind sehr zufrieden mit dem Erfolg des Künstler-Austausches, der ein wichtiger Teil von BINZ39 wird. 1988 wird unsere Organisation in eine Kulturstiftung umgewandelt, mit den Stiftungsräten Henry F. Levy (Präsident), Lucia Coray, Dr. Andreas Bückert und Hansruedi Weinmann. Wir erhalten die eidgenössische Anerkennung und Steuerbefreiung der Stiftung. Wir unterschreiben einen Vertrag mit der Besitzerin des Parkhotel in Scuol, Graubünden, um im Kurmittelhaus ein Atelierhaus für Künstler einzurichten. Der Umbau und die Restaurierung des Gebäudes wird von Henry F. Levy finanziert und ein Kaufrecht vereinbart. Eröffnung des Kulturzentrums im Mai 1988.

Zehn Künstler leben und schaffen unter einem Dach. Die erste Ausstellung im Kulturzentrum zeigt Werke von Not Vital und Marcus Casanova. Es folgen weitere Ausstellungen mit den «Artists in Residence». Für das erste Jahr ist Henry F.Levy der Kurator des Kulturzentrums in Scuol-Nairs. Wir organisieren eine Ausstellung mit Künstler*Innen vom Palazzo Liestal am Sihlquai und den Stipendiat*Innen der Stiftung BINZ39 in Liestal. 1988 schliesse ich die Galerie Emmerich Baumann. Der Kunsthandel befriedigt mich nicht, und ohne Handel hat eine Spitzengalerie keine Existenzberechtigung.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Terry Adkins
Max BühImann
Josef Egan
Camille Hagner
Jorg Lenzlinger
Flavio Michele
Enrique Vega
Chantal Wicki
Andrea Wolfensberger


1989 — 1990


Schliessung der Siewerdtstrasse 73. Diese Art von Gemeinschaftsatelier war ein Misserfolg. Künstler*Innen sind zu individualistisch und brauchen einen eigenen Raum, auch die Lage beim Hallenstadion war nicht geeignet. Der Atelierbetrieb an der Binzstrasse wird vergrössert um weitere 360 m2 für sieben neue Ateliers. Jetzt stehen uns fast 10'000 m3 zur Verfügung. Der Hotelier in Scuol geht in Konkurs. Henry F. Levy kauft die Liegenschaft des Kulturzentrums und schenkt diese der Stiftung BINZ39. Wir organisieren eine grosse Ausstellung in München für den Kultursenat an der Lothringerstrasse. Das Bundesamt für Kultur führt Gespräche mit uns, um ein Künstler-Austausch-Projekt des EDA im Rahmen der Osthilfe zu organisieren. Die Idee von Dr. César Menz wird realisiert, der Verein ARTEST wird gegründet, Henry F.Levy wird Präsident und das EDA bewilligt das Budget. Die Christoph Merian Stiftung, das Künstlerhaus Boswil, die Fondation Buffat, die Casa Bick, das Museo Vela und die Stiftung BINZ39 stellen Ateliers zur Verfügung und organisieren einen Künstleraustausch mit Mittel- und Osteuropa. Es entstehen u.a. Ateliers in Prag, Bratislava, Budapest, Kiev, Sofia, Krakau und Moskau für Schweizer Künstler*Innen. Die Aufenthaltsdauer beträgt hier wie dort jeweils sechs Monate.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Christopher Bledowski
Magdalena Duran
Corinne Guidemann
Roland Heini
Monika Kiss-Horvath
Maria Jesus Rodriguez
Christoff Sonderegger
Christof Thur


1991-1992


Die ersten ARTEST Künstler*Innen aus der Tschecheslowakei und Bulgarien beziehen ihre Ateliers in Zürich und Scuol. Die osteuropäischen Künstler*Innen sind eine Bereicherung für unsere Kunstszene. Wir konzentrieren uns für die nächsten vier Jahre auf diese Länder und wählen sowohl die osteuropäischen Künstler*Innen sowie die Schweizer Vertreter persönlich aus. Wir konsolidieren Zürich und Scuol und reisen oft nach Osteuropa. Wir organisieren eine Serie von sechzehn Konzerten mit dem Plattenlabel RecRec, welchen ein grosser Publikumserfolg beschieden ist.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Jesus Canovas
Yvonne Christen
Urs Frei
Christian Herter
Milko Pavlov
Myrtha Steiner
Laco Teren
Ugo Rondinone
Vado
Susanne Walter
Mark Wingrave


1993 - 1994


Zwei weiterhin sehr intensive Jahre mit vielen Ausstellungen in Zürich, Scuol, Sofia und Bratislava und Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum mit einer Installation von Andreas Kohli.

Künstler*Innen an der BINZ39:
 
Tomas Cisarovski
lvan Csudai
Germaine Frey
Dimitar Grosdanov
Andreas Kohii
Michael Nitsch
Elena Panajotova
Phillip Popoff
Martin Senn
Sandra Schwendke
Nedko Solakov
Thomas Stalder


1994 - 1995


Hanneke Frühauf wird Stiftungsrätin der Stiftung BINZ39 und beschäftigt sich intensiv mit unseren Aktivitäten. Wir werden Mitglied der International Association of Residential Art Centers, eine neue weltweite Koordinationsstelle für Kulturzentren, ähnlich unserer Organisation in Scuol. Der Gedankenaustausch zwischen den verschiedenen Ländern wie den USA, Deutschland, Irland, England, Indien, Holland und Frankreich auf diesem Gebiet trägt Früchte. Gegen Ende des Jahres 1995 wird ARTEST vom Bundesamt aufgelöst. Wir setzen die Arbeit bis 1997 fort.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Marc Bundi
Maurus Gmür
Bea Maritz
Harry Jo Weilenmann
Valentina Batschwarova
Urs Fischer
Pravdoljub Ivanov
Albena Mihaylova
Roman Ondak
Robert Urbasek
Emdke Vargova


1996 — 1997


Henry F.Levy übergibt nach gut fünfzehn Jahren die Organisation am Sihlquai 133 an Lucia Coray und Hanneke Frühauf. Die zwei Kuratorinnen übernehmen die Gestaltung des Ausstellungsprogramms und die Auswahl der Stipendiaten am Sihlquai. Das Künstleraustauschprogramm wird eingestellt. Wir organisieren Performances und Konzerte am Sihlquai 133.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Olaf Breuning
Daniele Buetti
Roland Herzog
Susan Hodel
Barbara Landi
Costa Vece


1998 — 1999


Wir planen mit dem Kanton Graubünden und der Region Unterengadin eine neue Trägerschaft für das Kulturzentrum in Scuol-Nairs. Am Ende des Jahres 1999 übernimmt diese Trägerschaft den Betrieb in Scuol. Die Stiftung BINZ39 stellt das Haus kostenlos zur Verfügung. Der Stifter Henry F.Levy ist in allen Gremien vertreten. Christof Rösch, der ebenso als Künstler wie als Kurator im Zentrum aktiv war, wird als Kurator für NAIRS angestellt und führt das Zentrum mit grossem Engagement weiter. Das Programm in NAIRS wird breiter und das Interesse in der Region steigt.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Monica Germann & Daniel Lorenzi
Franz Mark Gratwohl
Nic Hess
Zilla Leutenegger
Hannes Rickli
Karoline Schreiber
Pascale Wiedemann
Stefan Haupt


2000 — 2001


Acht aufwendige Ausstellungen mit Performances finden am Sihlquai statt. Hanneke Frühauf pflegt unsere internationalen Verbindungen. Wir sprechen über unser 20-jähriges Jubiläum. Das Programm entwickelt sich weiter und die Besucherzahl in unseren Ausstellungen steigt weiter an. Eine lose Zusammenarbeit mit dem Collegium Helveticum der ETH Zurich entwickelt sich. Helga Novotny, Johannes Fehr, Lino Sibilliano und Darko Senekovic sind interessiert an Auseinandersetzungen zwischen Kunst und Wissenschaft.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Donato Amstutz
David Chieppo
Andreas Dobler
GRRRR
Nicole Kaestli
Kerim Seiler
Christian Vetter
Liutaurus Psibilskis 


2002 - 2003


Die Jubiläums-Ausstellung «Durchzug/Draft - 20 Jahre Stiftung BINZ39» findet in der Kunsthalle Zürich statt. Beatrix Ruf ist die Kuratorin und trifft die Auswahl der Künstler*Innen allein. Neben der Ausstellung finden zehn weitere kulturelle Veranstaltungen und ein Symposium statt. Der immense Arbeitsaufwand für Beatrix Ruf und ihr Team zeigt einen grossen Erfolg und wir danken Beatrix und ihren Mitarbeiter*Innen für das begeisternde Engagement. Zur gleichen Zeit zeigen wir am Sihlquai 133 die Ausstellung «Artists in Residence». Die Philosophie der Stiftung BINZ39 wird sichtbar und das Echo ist entsprechend positiv. In über zwanzig Medienbeiträgen im In- und Ausland wird die Arbeit von Lucia Coray, Hanneke Frühauf und Henry F.Levy gewürdigt.

Künstler*Innen an der BINZ39:

Pascal Häusermann
Pascal Lampert
Ursula Palla
Gianpaolo Russo
Christian Vetter
Andro Wekua
Senam Okudzeto
Maria Pomiansky


2004 - 2005


Hanneke Frühauf zieht sich von der ehrenamtlichen Stiftungsarbeit zurück. Alexandra Blättler wird noch während ihres Studiums der Kunstgeschichte mit einem kleinen Pensum als Kuratorin angestellt. Künftig bestimmt sie das Ausstellungsprogramm, vermittelt die Arbeiten und Projekte der Stipendiant*Innen und knüpft nationale und internationale Kontakte für die Stiftung und die Stipendiant*Innen. 


2006 - 2007


Lucia Coray, Gianni Garzoli und Inès Lombard gründen die Freunde der BINZ39. Gianni Garzoli präsidiert den Verein.


2008 - 2009


Die Stiftung Landis+Gys unterstützt das Gaststipendium (2009-2012). Diese inhaltliche und finanzielle Unterstützung ist wegweisend und hat das Stipendium überhaupt möglich gemacht. Marianne Karabelnik erarbeitet für die Freunde der BINZ39 Kontakte in Armenien, Bulgarien, der Ukraine und Georgien und betreut die Stipendian*Innen in Zürich. Ivan Mudov (Bulganien) trifft als erster Stipendiant in Zürich ein. Es folgen Lada Nakonechna (Ukraine) und Ivan Bazak (Ukraine). 


2010 - 2012


Marianne Karabelnik gibt die Arbeit für die Stiftung auf. Annalies Walter übernimmt alle organisatorische Aufgaben rund um die ausländischen Stipendiant*Innen. Zusammenarbeit mit dem Haus Kostruktiv, Zürich. Es entsteht das Videoprojekt Gespräche im Rockefeller Dining Room. Konzept: Lucia Coray, Ursula Palla, Dorothea Strauss. Gemeinsame Reise des BINZ39-Teams nach Georgien. Stipendiant*Innen in Zürich sind Lada Nakonechna (Ukraine), Ivan Bazak (Ukraine), Tigran Khachatryan (Armenien), Nino Sekhniashvili (Georgien) und Vajiko Chachkhiani (Georgien).



2013 - 2014 


Henry Levy wird mit dem Preis für Kunstvermittlung von der Stadt Zürich geehrt. Alexandra Blättler verlässt die Stiftung, Irene Grillo tritt ihre Nachfolge an. Die Ateliers an der Binzstrasse 39 werden mittels langfristiger Kündigungen in selbbsttragende Präsidium der Stiftung an Lucia Coray weiter. Dank der erneuten Unterstützung der Stiftung Landis+Gys und Erica Stiftung kannn Monika Stalder vier Monate in Tbilisi verbringen. Stipendiant*Innen in Zürich sind Koka Vashakidze, Mariam Natroshvili, Ana Gabelaia und Khatja Tchokonelidze ( alle Georgien).


2015 - 2016 


Realisation der neuen BINZ39 Dokumentation. Eines unserer Stipendienateliers wird künftig Kunstschaffenden für kurzfristige Projekte zur Verfügung stehen. Stipendiant*Innen in Zürich sind Ana Chaduneli und Irene Jorjadze (beide Georgien). Dank der Unterstützung der Erika Stiftung können das Künstlerduo Sarah Grütter und Natascha Nüesch und die Kuratorin Eva Dietrich je vier Monate in Tbilisi verbringen. 







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